„Der Landkreis öffnet den Geldhahn“

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Hand mit Euro
517114 - geralt - pixabay.com - CC0 Creative Commons

Unter dieser Überschrift landete gestern Abend eine Newsmeldung zum Thema „Tierschutz“ in meinem Posteingang. Neugierig geworden habe ich den Beitrag des Donaukuriers gelesen – immerhin ist es ja eher selten, dass der Tierschutz vom Staat den Geldhahn geöffnet bekommt, da freut man sich doch über jede positive Meldung…

Tja, der Geldhahn im Landkreis Neuburg wird geöffnet – für eine Ausstellung namens „Fürstenmacht und wahrer Glaube“ sind 120.000,- € öffentliche Gelder als Zuschuss vorhanden, auch ein Parkbad bekommt einen Zuschuss in Höhe von 250.000,- € zu den Betriebskosten, ein Theater 31.000,- €. Kleinere Brötchen muss da schon die Musikschule mit 16.800,- € backen, das Spargelmuseum bekommt immerhin 4.000,- €.

Und der Tierschutz? Ja, der wird in der Liste der bezuschussten Projekte auch noch erwähnt – der Tierschutzverein bekommt, wie jedes Jahr, für seine freiwillige übernommene Fundtierbetreuung ganze 1.750,- €

Das dem Landkreis durchaus bewusst ist welche Leistungen der Tierschutzverein freiwillig erbringt, geht aus folgendem Satz hervor:

„Nachdem die Tierschützer rund um die Uhr und auch an Wochenenden tätig sind, müssen sich die Städte und Gemeinden nicht um Fundtiere oder ausgesetzte Hunde und Katzen kümmern. Allein die Unterbringung eines einzigen Tieres würde die Höhe des Zuschusses, den auch die Gemeinden an den Verein zahlen, deutlich übersteigen.“

Es ist doch immer wieder aufschlussreich wie gut das Staatsziel „Tierschutz“ dann vor Ort tatsächlich unterstützt wird…

Zum Artikel beim Donaukurier: Der Landkreis öffnet den Geldhahn

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