Herrenloser Hund
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Diese Frage hat jetzt das Bundesverwaltungsgericht mit „Nein“ beantwortet und damit ein Urteil in einem Rechtsstreit zwischen der sächsischen Gemeinde Olbersdorf und dem Landkreis Görlitz gefällt.

Die Gemeinde Olbersdorf hatte 2011 einen verwahrlosten Fundhund aufgenommen und ins Tierheim gebracht. Für Transport und Unterbringung sollte sie 384 Euro bezahlen. Dagegen wehrte sie sich und verklagte den Landkreis, weil es ja kein Fundhund sei (für den sie aufkommen müsse), sondern ein herrenloser Hund – und für den sei der Landkreis zuständig.

Das Bundesverwaltungsgericht hat jetzt geurteilt, dass auch ein verwilderter, zerzauster Hund ohne feststellbaren Besitzer dem Fundrecht unterliegt. Der Hund ist nicht als herrenlos zu behandeln, weil die Aufgabe des Eigentums am Tier durch den Besitzer gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstößt. Laut diesem ist es verboten, ein in menschlicher Obhut gehaltenes Tier auszusetzen, um sich seiner zu entledigen, begründete das Gericht sein Urteil.

Es gibt also dank höchstrichterlichem Urteil keine herrenlosen Hunde in Deutschland, auch wenn das manche Gemeinde bisher anders gesehen hat.

Zum Artikel in der Sächsischen Zeitung: Olbersdorf muss für Fundhund zahlen

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