Feuerwerk
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Eigentlich ist ja alles irgendwie geregelt und geordnet in Deutschland: von der Eiergröße bis zur Bananenkrümmung, vom Hundeführerschein bis zum Umgang mit Sprengstoffen…

Nein, Halt, Sprengstoffe der Klasse F2 dürfen zu Silvester an mindestens 18-Jährige frei verkauft werden. Eigentlich dürfen diese „Feuerwerkskörper mit geringer Gefahr“ nur an Silvester von 18 Uhr bis Neujahrsmorgen um 7.00 Uhr abgefeuert werden – aber wer will das schon kontrollieren. Das ist ja quasi die letzte große Freiheit in Deutschland – böllern: wann und wo man es will: zu Silvester und in den Tagen vor- und nachher, zur Fußball-WM, zum Geburtstag etc.

Wirklich erstaunlich, das hier so ein großzügiger Umgang herrscht. Als Hundebesitzer würde man ja eher erwarten, das auch dieser Bereich streng durchreglementiert wäre:

  • Abgabe der Feuerwerkskörper nur gegen Nachweis der Befähigung, damit sicher umzugehen („Feuerwerksführerschein“, der mindestens einen Erste-Hilfe- sowie Brandschutzkurs und ein polizeiliches Führungszeugnis beinhaltet)
  • Ausgabe der Feuerwerkskörper nur am Silvestermorgen an zentralen Übergabepunkten (einer pro Stadt) unter Vorlage des „Feuerwerkführerscheins“.
  • Umlage der Allgemein- und Verwaltungskosten und natürlich Steuern auf den Preis. Darin sind die Kosten für die Feuerwehr- und Notarzteinsätze, die Müllbeseitigung, Luftreinhaltung, für Tierschutzorganisationen (die sich um das Einfangen und Versorgen von (Wild-)Tieren kümmern) und natürlich eine angemessene Luxussteuer – nicht nur die mageren 19% MwSt. – enthalten.

Aber nein, dann würde ja so eine Rakete 50,- € kosten und ein Böller mindestens 30,- € oder mehr und niemand mehr damit um sich werfen – das kann ja nicht gewollt sein, oder?

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