Wer zahlt für Fundtierkosten
Wer zahlt für Fundtierkosten

Eine einfache Frage mit einer einfachen Antwort, sollte man meinen – genau wie bei anderen Fundsachen kommt dafür die Gemeinde oder Stadt auf.

Kosten von Fundsachen

Was für verlorene Regenschirme und Portemonnaies gilt, ist bei Tieren leider höchst umstritten. Denn die Aufbewahrung von Fundtieren kostet Geld: da es kaum noch öffentlich finanzierte Tierheime gibt müssten die Städte und Gemeinden kompetente Dritte (z.B. private Tierheime oder -pensionen) mit der Verwahrung der Tiere beauftragen und auch für die dadurch entstehenden Kosten aufkommen. Müssten – denn in Zeiten knapper Kassen versuchen sich immer mehr Gemeinden und Städte vor diesen Ausgaben zu drücken.

Urteile in Bayern schaden Tierheimen

Teilweise bekommen sie dafür sogar richterliche Unterstützung. So wurde in Bayern vom dortigen Verwaltungsgerichtshof entschieden, das die Städte/Gemeinden nicht für die Kosten aufkommen müssen, wenn unverletzte Fundtiere vom Finder direkt im Tierheim abgegeben werden. Dann bleibt das Tierheim auf den Kosten sitzen.

Würde es bei diesem Urteil bleiben, müssten die Tierheim in Zukunft die direkte Annahme von Fundtieren verweigern und die Finder mit den Tieren erst zum Ordnungsamt oder der Polizei schicken – und sich dann die Tiere von dort abholen. Ein wahrer Schildbürgerstreich!

Gegen dieses und zwei weitere ähnliche Urteile hat jetzt der Deutsche Tierschutzbund zusammen mit zwei seiner angegliederten Vereine Revision eingelegt.

Zum Artikel in der Mittelbayrischen: Tierschutzverein legt Revision ein
Zur Pressemitteilung des DTB: Fundtierkosten: Deutsche Tierschutzbund legt Revision gegen Gerichtsurteile ein

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